Wie man aus einem emotionalen Tief kommt….

Irgendwie lief es bei mir diese Woche nicht rund. Ich arbeite als Finanzbuchhalterin in einem Konzernunternehmen und wir haben gerade den Jahresabschluss hinter uns gebracht, was uns echt viel abverlangt hat. Jeder in meiner Abteilung ächzt nur so nach Urlaub und irgendwie ist die Stimmung allgemein eher nicht so gut. Jedenfalls ist der Jahresabschluss jetzt rum und nun steht auch schon wieder der Monatsabschluss an. Wir haben strikte Reporting-Termine, an die wir uns halten müssen. Irgendwie wurde mir diese Woche alles zu viel.

Durch mein mentales Training in der letzten Monaten gelang es mir aber die letzten Tage recht gut bei Laune zu bleiben und nicht in meine negativen Gedanken zu driften und tagelang nicht mehr rauszukommen – bis heute. Heute Vormittag lief alles schief, was schief laufen konnte. Ich war in der Mittagspause an einem Punkt angelangt, an dem ich nicht mal mehr mit meinen Kollegen sprechen konnte, weil ich sonst in Tränen ausgebrochen wäre. Ich wollte mich einfach nur noch in mein Auto setzen und nach Hause fahren, aber das ging natürlich nicht. Als ich dann meine Arbeit für heute getan hatte, flüchtete ich regelrecht aus dem Büro. Ich wollte nur noch raus, nach Hause fahren und mich auf die Couch legen und in meinem Selbstmitleid über meine furchtbare Arbeit suhlen. Aber in meinem Kopf gibt es ja seit Neustem diese Stimme die mir sagt: „Julia, das kannst du doch besser. Komm nicht in diese negative Energie, lass dir nicht den Tag versauen!“.

Ich beschloss noch auf dem Nachhauseweg, dass ich gleich, wenn ich zu Hause bin, einen Spaziergang mache. Gesagt-getan! Ich bin also dann doch nicht auf die Couch sondern gleich ab in die Natur und eine Runde spazieren gegangen. Am Anfang des Spaziergangs habe ich mir noch den Kopf über die Arbeit zerbrochen. Irgendwann habe ich dann einfach nur noch geatmet und mich auf meine Schritte konzentriert. Plötzlich kam mir die Idee, dass ich Affirmationen sprechen könnte. Ich habe also angefangen, alle möglichen Affirmationen, die mir gerade eingefallen sind, vor mich hin zu murmeln. Oft im Takt mit meinen Schritten, oft wie ein Lied zu einer bestimmten Melodie. Oft waren es nur zwei Wörter, die ich bei jedem Schritt immer abwechselnd wiederholt habe. Irgendwann ist ein kleiner Singsang entstanden, weil ich bestimmte Affirmationen ganz oft wiederholt habe. Ich habe einfach in mich rein gehört und gespürt, was ich gerade hören will oder welche Worte mir in meiner Situation gerade Trost spenden und mir diese Worte gesagt.

Und was soll ich sagen? Ich bin insgesamt ca. 30 Minuten spazieren gegangen und war danach wieder vollkommen bei mir und sogar wieder auf einem positiven Laune-Level ;D Das, was mir den ganzen Tag über nicht gelungen ist, habe ich in diesen 30min locker geschafft.

Also mein Tipp an euch: Wenn ihr einen schlechten Tag habt und in euerer Negativen Energie zu versinken droht, dann STEHT AUF UND MACHT ETWAS! Geht zum Sport, bewegt euch in der Natur, lest ein Buch, ruft eure beste Freundin an oder sprecht euch positive Affirmationen vor. Alles ist besser als auf der Couch dahinzuvegetieren und sich selber leid zu tun. Ihr habt immer eine Wahl und wählt bitte nicht das Selbstmitleid, sondern die Freude&Liebe! Das Leben ist zu kurz um auch nur einen Tag davon zu verschwenden.

Vergiss nicht, du bist wild und wunderbar!

Deine Julia

PS: Hier noch eine kleine Auswahl der Affirmationen, die ich heute gesprochen habe:

-Meine Arbeit definiert nicht meinen Wert

-Ich liebe und akzeptiere mich so, wie ich bin!

-Lass los!

-Ich erkenne mich und meinen unermesslichen Wert an!

-Ich bin achtsam mit meinen Gedanken und Gefühlen!

-Ich bin frei!

-Ich bin gut, so wie ich bin!